Hammerhaie

Hammerhaie sind von allen Haien wohl die am leichtesten zu identifizierenden Haie, denn der Körperbau zwar gleicht vielen anderen Haiarten, doch die Kopfform ist einfach unverwechselbar. Er sieht aus, wie ein quergestellter "Balken" an dessen beiden Enden die Augen sitzen. Man vermutet, dass der Kopf in dieser Form wie eine Gleitkufe die Fortbewegung im Wasser erleichtert, da Hammerhaie sehr wendige Fische sind, aber eine wirklich logische Erklärung für diese absonderliche Kopfform wurde noch nicht gefunden. Sollte der Hammerkopf mit den weit auseinanderstehenden Augen eine Erleichterung in der Fortbewegung bringen, so behindert er den Hai dennoch ebenfalls, da er, um nach vorne sehen zu können, ständig den Kopf seitwärts schwenken muss. Ein Taucher kann einen Hammerhai nur an diesen Bewegungen erkennen, ohne die Gesamterscheinung gesehen zu haben. Der Kopf enthält ein hoch empfindliches Sinnesorgan, welches zum Aufspüren von Beute im Sand dient. Dazu kreist der Hai dicht über dem Boden, um die elektischen Ströme der Beutetiere mit diesem Sensor wahrzunehmen.

Die Gattung der Hammerhai umfasst neun Arten, beim Gemeinen Hammerhai (Sphyrna zygaena) ist der Kopf ca. fünfmal so breit wie lang und ist ziemlich flach, beim Flügelkopf (Eusphyrna blochii) übertrifft die Kopfbreite seine halbe Körperlänge, was somit die extremste Abwandlung des Grundtyps darstellt.


Hammerhaie kommen in den Tropischen Meeren, in der Karibik, im Roten Meer und im Pazifischen Ozean vor Kalifornien vor. Leider werden sie vermehrt wegen ihrer ungewöhnlich grossen Leber gejagt, die tranreich ist und somit viel Vitamin A liefert.
Einige der Arten sind recht klein mit einer Körperlänge von knapp einem Meter, doch können die grössten Arten des Hammerhais bis zu 4,50 Meter lang werden, weshalb der Hammerhai auch gerne zu den "Menschenhaien" gezählt wird. Jedoch wurde kein Angriff eines Hammerhais bei Hai - Attacken auf Menschen registriert, man beachte, dass er sich vorwiegend von kleinen Fischen und Muscheln ernährt, die sich nachts im Sand eingraben.

Lange glaubte man, dass Haie sich nicht zu grossen Gruppen und Verbänden zusammenschliessen würden, jedoch wurde ein Taucher Zeuge eines erstaunlichen Phänomens:
Im Cortez - Meer vor Baja California versammelten sich regelmässig mehr als 200 Tiere des Gebuchteten Hammerhais (Sphyrna lewini). Auch dies ist ein ungewöhnliches Vorkommnis in der Welt der Haie, für das die Wissenschaft noch keine Erklärung gefunden hat, eventuell hängen diese Vereinigungen mit der Paarung zusammen, doch einen Beleg dafür gibt es noch nicht. Eines steht jedoch fest: Für einen Taucher wirkt dieses Formationsschwimmen von seltsamen Hammerköpfen wie ein surrealistischer Traum, falls man es zu sehen bekommt.

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