Haiangriffe - Teil 1

Normalerweise werden nur wenige der 350 Haiarten dem Menschen gefährlich, lediglich bei zehn bis zwölf Arten ist bekannt, dass sie Menschen angegriffen haben ohne provoziert worden zu sein.
Dazu gehören der Weisse Hai, sowohl als auch Blau-, Tiger-, Bullen- und Grauer Riffhai. Auch wurden Angriffe vom Grossen Hammerhai oder auch anderen Riffhaien, wie z.B. dem Weisspitzenhai, verzeichnet.
Im Allgemeinen gilt, wenn Haie sich bedroht fühlen, ist es möglich, dass sie zum Angriff neigen. Richtig ist sicher, dass diese Haie verantwortlich für viele grausame Attacken auf Menschen sind und sie böse zugerichtet haben.

Schwimmern, Tauchern und Schiffbrüchigen wurden ganze Gliedmassen abgerissen oder sie wurden teilweise ganz verschlungen.
In den meisten Fällen bleibt es jedoch Gott sein Dank bei einer Bisswunde. Doch all die ganzen Vorfälle stehen in keinerlei Verhältnis zu der weltweiten “Hai – Hysterie”, die immer wieder ausbricht.
An den Stränden von Australien oder Südafrika tummeln sich entlang der Küstenlinie Scharen von Raubfischen und die Strände dort gelten als besonders gefährdet.
Dennoch sind dort innerhalb der 100 Jahre, in denen einschlägige Angriffe verzeichnet werden, nur einige hundert Angriffe und lediglich etwas mehr als 100 Todesfälle verzeichnet worden. Selbstverständlich ist jeder Haiangriff ein Angriff zuviel, doch in der selben Zeit sind ebenso viele ernsthafte Angriffe von Hunden auf Menschen geschehen oder die Anzahl der Verkehrstoten liegt wesentlich höher.
Die Wahrscheinlichkeit, von einem Hai gebissen zu werden, ist geringer als die Wahrscheinlichkeit einen 6er im Lotto zu haben. Auch die Gefahr, vom Blitz getroffen zu werden, ist für einen Menschen wesentlich höher, als von einem Hai attackiert zu werden.

Manche der Haiangriffe geschehen auch ausserhalb des Wasser, wenn Fischer einen gefangenen Hai für betäubt oder tot halten und plötzlich wird der Hai wieder lebendig und schnappt zu.
Auch werden Hai leichtfertig oder auch ungewollt zu einem Angriff verleitet, wenn Taucher ihn streicheln, hetzen oder als Reittier benutzen wollen, selbst träge und friedfertige Haie können dann den Taucher angreifen, wie z.B. der Ammenhai.
Sein Kiefer ist zwar nicht zum Zubeissen geeignet, jedoch kann er durch seinen kräftigen Kiefer einen Taucher solange festhalten, bis er ertrinkt.

Auch versuchen Taucher immer wieder sonst zurückhaltende und scheue Haie aus der Hand zu füttern und der Hai steigert sich dann so in einen Fressrausch hinein, dass sogar schon Taucher als Zufallsbeute im Magen dieser Tiere landeten. Auch werden alljährlich Menschen gebissen, die versehentlich auf einen sich am Boden ausruhenden Hai treten. So kann man erkennen, dass die Anzahl der provozierten Unfälle weitaus höher ist als die Zahl der unprovozierten.

Wenn ein Hai einen Menschen attackiert, dann auch ein stückweit deshalb, weil der Mensch unmittelbar im Jagdrevier eines Hais umherschwimmt und der Hai auch durch Herumgeplansche im Wasser in Erregung versetzt wird. Hinzu kommt eventuell auch noch der Hunger.

Falls grosse Fische nicht zum Nahrungsspektrum des Haies gehören greift er möglicherweise auch nur aus Angst an. Die meisten Hai beissen nur einmal in das Opfer und verschwinden dann wieder, sobald sie merken, dass ihnen die Nahrung nicht zusagt.

Ist es einer der grösseren Räuber, der keine Furcht vor grosser Beute kennt, kann es leider auch vorkommen, dass der Hai sein Opfer zerfleischt. Aber Haie, die bewusst Jagd auf Menschenfleisch machen, sind nach heutigen Erkenntnissen reine Erfindung und Phantasie.